Rückblick:
VII. Bachtage Potsdam

vom 1. bis 9. September 2007

Ein interessantes und sehr erfolgreiches Festival
liegt hinter uns...

Mit durchweg hervorragend besuchten Konzerten sind am 9. September die VII. Bachtage Potsdam zu Ende gegangen.

92 Künstler aus ganz Deutschland, England, Österreich, Tschechien, Ungarn und vor allem aus Polen – das in diesem Jahr Gastland der Bachtage war – brillierten erfolgreich in den Konzerten, Nachtmusiken und Vorträgen. Besucher aus Berlin, dem Bundesgebiet und auch aus dem Ausland erweiterten neben den Potsdamern das touristische Potential des Klassikfestivals. Gefördert werden die Bachtage vom Land Brandenburg. Schirmherren 2007 waren Ministerpräsident Matthias Platzeck und der Botschafter der Republik Polen, Dr. Marek Prawda.

Die VII. Bachtage Potsdam hatten ein überaus erfolgreiches Eröffnungswochenende.

Mit einem hochbesetzten und außerordentlich gut besuchten Festakt in der Brandenburgischen Landesvertretung in Berlin in Anwesenheit des Botschafters der Republik Polen, S.E. Dr. Marek Prawda, wurde am 31. August der Start vollzogen.

Dazu gehörte die Gründung der Brandenburgischen Bach-Gesellschaft als Förderinstrument der Bachtage Potsdam, deren Präsident der ehemalige IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Egenter ist.

Stehende Ovation waren vor großem Publikum im Eröffnungskonzert der VII. Bachtage am 1. September in der Friedenskirche Sanssouci nach dem Verklingen der h-Moll-Messe mit EXXENTIAL BACH zu erleben. Hier die herausragenden Rezensionen der PNN und der MAZ:


Ein besonders seltenes Zusammentreffen ermöglichten die Bachtage im Konzert "Bach 'n' Jazz" mit Joachim Kühn und Matthias Eisenberg am 6. September.
Kühn ist der einzige deutsche Jazzpianist von Weltformat. Matthias Eisenberg gilt seit Jahrzehnten als der bekannteste deutsche Organist und als glänzender Improvisator. In der Nikolaikirche Potsdam trafen die beiden Ausnahmekünstler aufeinander, um an Altarorgel und Bechstein-Konzertflügel zusammen zu musizieren. Dabei erklang Bach original und mit Zuspielen, Kompositionen von Kühn und Improvisationen mischten die Klangwelt ganz im Sinne des Bachtage-Mottos auf: Musik von Johann Sebastian Bach für Menschen von heute. In der Märkischen Allgemeinen war dazu zu lesen:
"Der wahre Musiker zeigt sich in der Improvisation. Am Donnerstagabend trafen sich zwei Experten in Sachen Improvisation im Programm der VII. Bachtage. Joachim Kühn... und Matthias Eisenberg setzten sich produktiv und erfindungsreich mit der Musik Johann Sebastian Bachs auseinander. ... Nach der Pause trat Joachim Kühn mit dem Alt-Saxophon zu eigener Komposition mit Orgel auf. Dass er dieses Instrument genauso beherrscht wie das Piano war verblüffend. Drei technisch schwierigste eigene Klavierwerke ließen den Jazzer nicht von Bach abrücken, sondern legten das musikalische Fundament frei. ... die gemeinsam zusätzlich veredelte Bachmotette machte aus der sehr gut besuchten Veranstaltung eine Ovation für Improvisations-Giganten."

Über das ausverkaufte Konzert im IHK-Forum mit EXXENTIAL BACH und Brandenburgischen Konzerten am 7. September ist in den Potsdamer Neuesten Nachrichten zu lesen:
"Die Musiker haben sich sitzend oder stehend im Halbrund um das Cembalo versammelt, die Zuhörer umsitzen sie halbkreisförmig. Das mag die Atmosphäre barocken Musizierens heraufbeschwören... . Unter der impulsgebenden Anleitung von Stephan Mai, Co-Konzertmeister der Akademie für Alte Musik Berlin, haben sie sich könnerisch und engagiert dem Spiel auf nachgebauten historischen Instrumenten verschrieben. ... Im Zentrum stehen zwei Brandenburgische Konzerte aus der Sammlung 'Six Concerts avec plusiers instruments'... Dieses Concertino eröffnet auch sogleich mit wiegender Flötenmelodik und virtuoser Saitenakrobatik den Allegro-Satz. Im Final-Presto wetteifern sie gleichsam um die Gunst der Zuhörer. ... . Dezente Echowirkungen prägen sich ein, weil alle Musiker auf klangliche Gleichgewichtung großen Wert legen. ... Auch dem Concerto Nr. 5 ... entsteht dadurch eine strukturerhellende, spannungsintensive Wiedergabe. Nicht nur in dem ausgedehnten Cembalosolo brilliert Björn O. Wiede mit unaufhörlich rauschenden Tastenläufen – die pure Bravour. Dazu ein inniges Dreiergespräch von klanggebändigtem Cembalo, Violine und Flauto traverso (Benedek Csalog) in exzellenter klanglicher Balance. ... Die gibt es bereits eingangs zu bewundern, bei der lebendigen, gertenschlanken, beschwingt ausgebreiteten und vergnüglich anzuhörenden Suite C-Dur ... Es hüpft voller Lebensfreude und Spiellaune – das reinste Vergnügen...".


Bach in Potsdam: das ist seit Bachs Besuch in Potsdam 1747 eine alte, eine junge, in jedem Fall gute Tradition. Schauen Sie sich um, es wird interessant bleiben - wir freuen uns, Sie bei den VIII. Bachtagen im September 2008 begrüßen zu können!



Björn O. Wiede
Björn O. Wiede
Künstlerischer Leiter der Bachtage anklicken...


Joachim Kühn
Joachim Kühn
Bach´n´Jazz
am 6. September... anklicken...


Siegfried Pank
Prof. Siegfried Pank
Eröffnungskonzert
am 1. September... anklicken...